
SachsenEnergie AG Hauptsitz
Dresden, Deutschland
Projektdetails
Auftraggeber
ENSO Energie Sachsen Ost AG
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gmp von Gerkan, Marg and Partner Architects
Zeitraum
2018 – 2022 (neues Gebäude)
Dienstleistungen von º£½ÇÊÓÆµ
Nach einer kürzlich erfolgten Fusion zur SachsenEnergie AG, wollten die Stromanbieter Energie Sachsen Ost AG (ENSO) und die DREWAG, ihre bestehende Zentrale in Dresden erweitern und renovieren, um einen einheitlichen und einladenden Arbeitsplatz für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen. º£½ÇÊÓÆµ hat in Zusammenarbeit mit dem ´¡°ù³¦³ó¾±³Ù±ð°ì³Ù³Ü°ù²úü°ù´Ç gmp ein Konzept entworfen, das das bestehende Gebäude neu interpretiert und ein elegantes, hochfunktionales neues Hochhaus liefert.
Die erste Phase des Projekts umfasst die Planung und den Bau des Hochhauses, in dem hochmoderne Büros mit zwei Tiefgaragenebenen untergebracht sind. Phase Zwei ist die Renovierung des bestehenden Gebäudes, einschließlich der Verbesserung des aktuellen Grundrisses, der Bereitstellung einer großen und offenen Kantine und der Realisierung von Lichtkuppeln über dem Innenhof, um einen einladenden Raum für Menschen zu schaffen, in dem sie sich das ganze Jahr über treffen, Kontakte knüpfen und entspannen können.

Die Herausforderung
Der Grundriss des bestehenden Gebäudes war eng und verwirrend gestaltet. Daher war es für den Bauherrn ein wichtiges Anliegen, ein kohärentes und integratives Arbeitsumfeld in beiden Gebäuden zu schaffen. Um dies zu erreichen, war es unser Ziel, das alte Gebäude auf den gleichen Standard wie den des neuen Erweiterungshauses zu bringen. Das gelang mit der Entwicklung eines intuitiveren Layout und der Integration der Tragwerksplanung und TGA-Technik. Sie gewährleistet eine nahtlose Benutzererfahrung.
Angesichts der Lage des Grundstücks im Überflutungsgebiet der Weißeritz und dem daraus resultierenden hohen Grundwasserspiegel, musste unser Expertenteam einen auftriebssicheren, wasserundurchlässigen (WU) Keller entwerfen. Um die WU-Konstruktion zu gewährleisten, galt es eine Lösung zu finden, die es der Stahlbetonkonstruktion ermöglicht beim Austrocknen zu schrumpfen und die damit verbundene Rissbildung, die bei einer klassischen Pfahlgründung durch die Zwangspunkte auftritt, zu minimieren.Â
Als größter Energieversorger der Region hat unser Auftraggeber hohe Ansprüche an die Realisierung eines nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudes, das einer Vorzertifizierung Gold des DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) gerecht wird. Zur Liste der Herausforderungen, die unser Team meistern musste, kam die Notwendigkeit eines straffen Planungs- und Bauzeitplans.

Die Lösung
Im Rahmen eines regelmäßigen Workflows wurden die TGA-Öffnungen ausgetauscht und in das Tragwerksmodell übertragen. Das Testen und Optimieren unserer Lösungen mit dem BIM-Verfahren helfen, das Risiko von Fehlern und Verzögerungen während des Baus zu minimieren, sodass wir den engen Zeitplan für dieses Projekt einhalten konnten.
Um Zwangspunkte durch die Pfahlgründung auszuschließen, habe wir eine Gleitebene zwischen den Pfahlköpfen und der Bodenplatte des Gebäudes angebracht. Verformungen durch Schwindprozesse sind somit möglich. Die Rissbildung wird minimiert und eine wasserdichte Bodenplatte sichergestellt. Die für die Auftriebssicherung vorgesehenen Zuganker werden durch einen umgedrehten Pyramidenstumpf entkoppelt, sodass sie nur im Hochwasserfall wirken. Dies ist eine innovative Lösung, die sich auch in der Ausführung bewehrt hat und die wir in Zukunft auch bei Projekten mit ähnlicher Problemstellung anwenden werden.
Zusätzlich hat das º£½ÇÊÓÆµ Team bei einer DGNB Gold-Gebäudezertifizierung beraten, die eine Vielzahl von Design- und Ingenieurlösungen an diesem stark vernetzten Standort berücksichtigt. Der Zertifizierungsprozess dient nicht nur als Label für nachhaltiges Bauen, sondern auch als Qualitätssicherungsinstrument, das über das Gebäude und die unmittelbare Nachbarschaft hinausgeht und die Dienstleistung des Auftraggebers, die Erzeugung erneuerbarer Energien, mit einbezieht. Es befasst sich auch mit den Zielen und der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung.

Der Mehrwert
Durch dieses durchdachte Konzept und unseren kooperativen Ansatz konnten wir mit dem gesamten Planungsteam zusammenarbeiten, um zwei Gebäude zu vereinen und ein zeitgemäßes Hauptquartier für die SachsenEnergie AG zu schaffen. Nach seiner Fertigstellung bietet der neue Komplex ein attraktives und angenehmes Umfeld, das Mitarbeitende zusammenbringt, das Wohlbefinden steigert und das nachhaltige Ethos des Unternehmens widerspiegelt.












