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RATIONAL AG Versandhalle mit Bürogebäude

Landsberg am Lech, Deutschland

Projektdetails
Auftraggeber

RATIONAL AG

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Ackermann Architekten

Zeitraum

2018 – 2020

Dienstleistungen von º£½ÇÊÓÆµ

Tragwerksplanung

Die RATIONAL AG, ein Hersteller von Kochgeräten für Groß- und Gewerbeküchen mit Sitz in Landsberg am Lech, beauftragte Ackermann Architekten mit dem Bau eines neuen Versand- und Distributionszentrums mit angrenzendem Bürogebäude.

Das Neubauprojekt liegt auf firmeneigenem Grundstück neben bestehenden Firmengebäuden und umfasst eine 10.000 m2 große, eingeschossige Halle als globalen Distributions-Hub sowie ein vierstöckiges, direkt angeschlossenes Bürogebäude mit insgesamt 4.700 m2.

Die Herausforderung

Ziel für die Neubauten war es, ein harmonisches Bild mit den bereits bestehenden Industriebauten einzugehen und somit die Designsprache und -qualität fortzusetzen, die RATIONAL AG als High-End-Hersteller positioniert.

Insbesondere die Logistikhalle sollte in einer weitspannenden Stahlbauweise gebaut werden und eine Synergie aus Architektur, Ingenieurskunst und Funktionalität ergeben. º£½ÇÊÓÆµ verantwortete die Tragwerksplanung, um den Wunsch des Bauherrn und den architektonischen Entwurf für eine maßgeschneiderte, qualitativ hochwertige und gleichzeitig ökonomische Halle zu realisieren, die ein Minimum an Innenstützen hat und schnell errichtet werden kann.

Die Herausforderung für das Tragwerk lag darin, ein Stabilitätssystem für eine weit-spannende 100 x 100 m Stahlhalle ohne interne Aussteifung zu entwerfen, das sich mit dem asymmetrisch positionierten Bürogebäude verbindet und die Temperatur- und Windlasten effizient abträgt.

Foto im neuen Lager der RATIONAL AG
Das 100 x 100 m große Stahlkonstruktionssystem verfügt über minimale interne Stützen für maximale Layoutflexibilität. Bild: Jens Weber

Die Lösung

Unsere Ingenieure planten dazu eine Stahlkonstruktion, die die Halle an zwei Ecken orthogonal aussteift und zusätzlich nur an einem zentralen Punkt mit dem Bürogebäude aus Stahlbeton verbindet. Dadurch wurde ein stabiles, dreieckiges System für den horizontalen Lastabtrag erreicht, während sich das Dach der 100 m langen Halle frei entlang seiner Fassadenlinien bewegen konnte. Dieses dreieckige Tragsystem für einen quadratischen Grundriss ist nicht nur unkonventionell – meist wird symmetrischer geplant – sondern vereinfachte auch den Lastfluss, die statischen Bemessungen und die Detaillierung erheblich.

Die Hauptbinder wurden mit einer einheitlichen Höhe geplant und alle Diagonalen in den Fachwerkträgern so positioniert, dass sie nur Zug aufnehmen. So konnten die Diagonalen in den Hauptbindern mit effizienten Flachstählen ausgeführt werden, was einen klaren visuellen Kontrast zwischen schweren Druckelementen und den leichten Zuggurten der Nebenträger aufbaut und so die Leichtigkeit des Daches unterstreicht. Mit nur 75 kg pro Quadratmeter erreicht die primäre Stahlstruktur ein sehr geringes Gewicht und hält gleichzeitig erheblichen, im süddeutschen Landsberg anzusetzenden, Schneelasten stand.

Um eine Bauzeit der Halle von unter zwei Monaten zu erzielen, entwickelten unsere Tragwerksplaner bestimmte Details. Zum einen wurde das Anschlussdetail zwischen Hauptträger und Stützen so entworfen, dass die Montagezeit reduziert werden konnte. Zum anderen wurden die Stützen selbst so konstruiert, dass sie ohne temporäre Abstützung aufgerichtet werden konnten. Außerdem erlaubte die Stahlkonstruktion einen hohen Grad an Vorfertigung was die Bauzeit vor Ort verkürzte. Auch wurde das primäre und das sekundäre Stahlwerk aufeinander abgestimmt, um Dopplungen zu vermeiden.

Foto Lagerdach der RATIONAL AG von innen
Die neue Versandhalle wird durch viel natürliches Licht beleuchtet, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Abhängigkeit von künstlicher Beleuchtung zu reduzieren. Bild: Jens Weber

Der Mehrwert

Die effiziente Stahlkonstruktion sparte zum einen Material und zum anderen Zeit in der Errichtung, was wesentlich zu dem Ziel beitrug, eine hochwertige aber gleichzeitig ökonomische Industriehalle zu errichten. Nicht nur der möglichst geringe Materialeinsatz ist ein positiver Aspekt im Sinne der Nachhaltigkeit, sondern auch das Berücksichtigen möglicher künftiger Änderungen im Design. Die Halle ist so geplant, dass eine künftige Erweiterung unkompliziert möglich ist. Auch die spätere Integration eines voll-automatisierten Regalsystems kann dank der Höhe und dem Minimum an innen liegenden Stützen in Zukunft problemlos realisiert werden.

Die RATIONAL AG erhält mit dem neuen Logistik-Hub und dem modernen Bürogebäude eine zukunftssichere Erweiterung ihres Firmengeländes.

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