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Allgemeines Verfügungszentrum (AVZ), Universität Bonn

Bonn, Deutschland

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (ehemals Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) zählt zu den führenden Wissenschaftseinrichtungen Deutschlands und blickt auf eine über 200-jährige Geschichte zurück.

Mit dem Neubau des Allgemeinen Verfügungszentrums (AVZ) entsteht auf dem Poppelsdorfer Campus ein zukunftsweisendes Gebäude, das moderne Lehr- und Forschungsflächen für verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen bietet. Dazu gehören unter anderem das Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften, das Institut für Zoologie, das Institut für Pharmazeutische Biologie, das Institut für Genetik sowie das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie.

Das neue AVZ ersetzt ein veraltetes Bestandsgebäude und schafft rund 5.600 m2 neue, hochfunktionale Arbeits- und Lehrbereiche. Geplant sind Labore, Seminarräume, Büros, eine Bibliothek, ein Hörsaal sowie vielfältige Gemeinschafts- und Nebenflächen. Der viergeschossige Baukörper wird durch einen zentralen Innenhof geprägt und erhält begrünte Dächer und Fassaden mit biophiler Bepflanzung.

Die Vision des Bauherrn: ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Gebäude, das Studierenden und Mitarbeitenden optimale Bedingungen für Forschung und Lehre bietet. º£½ÇÊÓÆµ wurde mit der Tragwerks– und Fassadenplanung beauftragt und arbeitete eng mit Burckhardt Architekten am wettbewerbsgewinnenden Entwurf.

Ursprünglich war eine Holz-Hybridkonstruktion vorgesehen, um den CO₂-Fußabdruck des Gebäudes zu minimieren. Eine detaillierte Analyse der Schwingungsbelastung durch nahegelegene Straßen und Bahnlinien zeigte jedoch, dass Holzelemente in sensiblen Laborbereichen reduziert werden müssen, um die Funktion empfindlicher Geräte wie Mikroskope nicht zu beeinträchtigen.

Die Lösung: ein hybrides Tragwerk, das Holz in Bürobereichen maximiert und Beton in Laborzonen einsetzt. Zusätzlich wurde die Konstruktion erdbebensicher ausgelegt, da Bonn in einer seismisch aktiven Zone liegt.

Für die Gebäudehülle entwickelte das Fassadenteam ein vorgefertigtes Aluminium-Fassadensystem mit vertikalen und horizontalen Lamellen. Dieses Konzept optimiert die Tageslichtnutzung und reduziert den solaren Wärmeeintrag. Dynamische Sonnenschutzsysteme mit motorisierten Jalousien reagieren mithilfe von Lichtsensoren automatisch auf direkte Sonneneinstrahlung und erhöhen den Nutzerkomfort.

Begrünte Fassadenflächen tragen zur Luftreinigung, Temperaturregulierung und Biodiversität bei und leisten einen Beitrag zur städtischen Klimaanpassung. Für die Fassade wird eine Zertifizierung nach BNB Silber angestrebt. Darüber hinaus wurden die Verglasungssysteme so konzipiert, dass sie den Schalleintrag durch Verkehrslärm minimieren.

Projektdetails
Auftraggeber

BLB (Bau- und Liegenschaftsbetrieb) NRW Niederlassung Köln

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Burckhardt Architecture

Dienstleistungen von º£½ÇÊÓÆµ

Fassadentechnik, Tragwerksplanung

Eine Computer-Illsutration des Eingangs und der Fassade des AVZ
Bild: Burckhardt Architekten.

Das integrierte Team aus Tragwerks- und Fassadenexperten von º£½ÇÊÓÆµ arbeitete in enger Partnerschaft mit Burckhardt Architektur, der BLB sowie der Universität Bonn. Gemeinsam entwickelten wir Lösungen, die die Nachhaltigkeit des Gebäudes unter den gegebenen Rahmenbedingungen maximieren und gleichzeitig moderne, komfortable Arbeits- und Lernumgebungen schaffen.

Markus Schoppe, Group Director, º£½ÇÊÓÆµ