
Patrick Henry Village
Heidelberg, Deutschland
Projektdetails
Auftraggeber
Urban Standards, Endkunde: Stadt Heidelberg
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KCAP Architects & Planners
Kooperationspartner
Inhaltliche Beratung und Steuerung: IBA Heidelberg
Zeitraum
2019 – 2020
Dienstleistungen von º£½ÇÊÓÆµ
Das in den 1950 Jahren gebaute Patrick-Henry-Village (PHV) war bis zu seiner Schließung im Jahr 2013 eine Wohnsiedlung für US-Amerikanische Militärangehörige und ihre Familien. Als Leuchtturmprojekt der Internationalen Bauausstellung Heidelberg wird seit 2015 die Nachnutzung des PHV geplant und nun als „Wissensstadt von morgen“ neu gedacht.
Das Resultat dieses Prozesses ist ein dynamischer Masterplan dessen übergeordnetes Ziel es ist, ein vielfältiges und nachhaltiges Stadtquartier – sowohl ökologisch als auch sozial – zu schaffen, das gegenüber Risiken und sich ändernden Bedingungen in hohem Maße resistent ist. Auf rund 100 Hektar – Heidelbergs größtem Konversionsgebiet – sollen im PHV circa 10.000 Menschen ein Zuhause finden und 5.000 einen Arbeitsplatz.
Die Herausforderung
Die in 2015 begonnene Ideenfindung der PHVision und der daraus resultierende dynamische Masterplan sollen Erkenntnisse zur Verbesserung der Stadtentwicklung sowie wichtige Antworten für den Städtebau des 21. Jahrhunderts liefern. Nicht nur für den Landkreis Heidelberg, sondern weit darüber hinaus. Von KCAP federführend gesteuert, entwickelten mehrere Projektteams Gutachten zu den Themen Städtebau und Architektur, Vielfältiger Stadtteil, Produktive Stadtlandschaft sowie Digitale Stadt. Das fünfte Thema – Multimobilität – wurde von Urban Standards mit Unterstützung unserer Mobilitätsexpert:innen geleitet. Neben innovativen Gebäudetypologien wurden Einzelstudien zu technischen Infrastruktur- und Freiraumlösungen, Umsetzungsstrategien, Betreibermodellen und Governance-Prozessen durchgeführt.

Das ambitionierte Multimobilitätskonzept des Patrick-Henry-Villages ist im Green City Plan und den regionalen Zielen für nachhaltige Mobilität verankert. Darüber hinaus verpflichtet sich die Stadt Heidelberg zur C40-Nachhaltigkeitsagenda, insbesondere den Erklärungen „Fossil Fuel Free Streets“ und „Green and Healthy Streets“.
Ziel ist es, für die jetzt noch autogerechte Typologie der Konversionsfläche ein Konzept zu entwickeln, mit dem PHV zu einem Vorreiter für nachhaltige, stadtverträgliche sowie bezahlbare Mobilität wird.
Die Lösung
Das von unserem Team erarbeitete Mobilitätskonzept setzt die Prinzipien der „Stadt der kurzen Wege“ konsequent um. Zentrales Element dieses Konzepts ist das „stellplatzfreie Quartier“, wodurch es deutlich weniger Verkehr in der Siedlung geben wird. Gleichzeitig entsteht mehr Freiraum für „Soft Mobility“, also für gehen und radfahren. Durch integrierte Lösungen soll es Bewohner:innen und Besucher:innen leichter gemacht werden, sich ohne privaten Pkw mobil zu sein. Neben Straßenbahnen und Shuttlebussen soll das Fahrrad eine zentrale Rolle spielen. Für notwendige Autofahrten über das Quartier hinaus wird ein Carsharing-System entwickelt, sodass Bewohner:innen kein eigenes Auto benötigen.

Mit diesem Konzept werden zudem weitreichende Ziele verfolgt, wie z.B eine langfristige Änderung des Mobilitätsverhalten der Anwohner:innen, die Reduzierung von CO2-Emissionen, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die kostengünstigere Bauweise, da beispielsweise keine Tiefgaragen benötigt werden.

Der Mehrwert
Unsere ²Ñ´Ç²ú¾±±ô¾±³Ùä³Ù²õ±ð³æ±è±ð°ù³Ù±ð²Ô haben mit ihrem progressiven Konzept die Vision für das Patrick-Henry-Village ein großes Stück vorangetrieben, um eine resiliente Stadt von morgen zu entwickeln. Die Mobilitätsstrategie entspricht den ehrgeizigen, international ausgerichteten Absichten des Projekts.











