Wohnen darf nicht die Welt kosten
Deutschland steht vor einem wohnungspolitischen Dilemma: W盲hrend wir dringend mehr und vor allem bezahlbaren Wohnraum brauchen, 眉berschreiten wir mit unserem aktuellen Handeln in Bauen und Wohnen die planetaren Grenzen. In Ballungsr盲umen liegt die Mietbelastung bei neuen Mietvertr盲gen teilweise 眉ber 40 % des durchschnittlichen Einkommens.
Laut Bundesinstitut f眉r Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ben枚tigt das Land j盲hrlich rund 320.000 neue Wohnungen. Doch jeder Neubau verursacht erhebliche CO鈧-Emissionen, und bereits heute entfallen rund 40% der nationalen Emissionen auf den Geb盲udesektor. Der aktuelle Neubaubedarf und die Emissionen des Geb盲udebestands 眉berschreiten bei konventioneller Bauweise Deutschlands Klimaschutzziele. Wie l枚sen wir diesen Konflikt und schaffen Wohnraum, der sowohl bezahlbar als auch 枚kologisch nachhaltig ist?
Herangehensweise
Ein interdisziplin盲res Konsortium aus 海角视频, empirica, Urbi-et und dem Netzwerk Immovilien entwickelt und testet eine Roadmap f眉r 鈥濿ohnraum, der nicht die Welt kostet鈥. Ziel ist es Siedlungsentwicklung innerhalb der planetaren Grenzen zu erm枚glichen. Im Fokus stehen vier zentrale Handlungsfelder:
- Transformation und bessere Nutzung des Bestands: Bestehende Geb盲ude sollen effizienter genutzt und nachhaltig saniert werden, um den Bedarf an Neubauten zu reduzieren und gleichzeitig die CO鈧-Emissionen zu senken. Dies umfasst die Aktivierung von aktuell ungenutzten Bestandsfl盲chen und die 脺berwindung technischer und regulatorischer H眉rden.
- Gezielte Anreize f眉r nachhaltigen Neubau: Schaffung von Anreizen und Rahmenbedingungen, die den Bau von 枚kologisch nachhaltigen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnungen f枚rdern. Dies beinhaltet die Verankerung von planetaren Grenzwerten im Neubau und die Nutzung lebenszyklusorientierter Ans盲tze.
- Innovative und gemeinwohlorientierte Wohnformen: Entwicklung und F枚rderung neuer Wohnkonzepte, die eine effizientere Nutzung des Wohnraums erm枚glichen und den 枚kologischen Fu脽abdruck minimieren. Dazu geh枚ren flexible Grundrisse und Wohnformen, die sich an ver盲nderte Bed眉rfnisse anpassen k枚nnen.
- Vereinfachung der Baustandards: Untersuchung des Potenzials f眉r bezahlbaren Wohnraum durch weniger kostenintensive Vorgaben, wie beispielsweise den Geb盲udetyp E. Dies k枚nnte dazu beitragen, die Mietpreise zu senken und ressourcenschonendes Bauen zu f枚rdern.
Planetare Grenzen
Wie k枚nnen wir Wohnraum innerhalb planetarer Grenzen erm枚glichen? Sechs der neun betrachteten planetaren Grenzen 鈥 Klimawandel, Biodiversit盲t, Ver盲nderung der Landnutzung, biogeochemische Kreisl盲ufe, neuartige Substanzen und Frischwasser 鈥 werden bereits jetzt als 眉berschritten betrachtet. Dies hat schwerwiegende Folgen f眉r globale Ver盲nderungen und die Bewohnbarkeit des Planeten. Unser Projekt zielt darauf ab, diese Grenzen zu respektieren und L枚sungen zu entwickeln, die sowohl 枚kologisch als auch sozial nachhaltig sind.

Ziele
Das Projekt zielt darauf ab, gesellschaftliche, wirtschaftliche und regulatorische L枚sungsans盲tze zu entwickeln, die eine sozial-枚kologische Wohnraumversorgung erm枚glichen. Diese Ans盲tze werden im Rahmen von Prototypen getestet, um ihre Praxistauglichkeit zu 眉berpr眉fen. Dar眉ber hinaus sollen neue Netzwerke geschaffen werden, die diesen Wandel vorantreiben und langfristig unterst眉tzen.




