{"id":286592,"date":"2025-04-11T12:00:38","date_gmt":"2025-04-11T11:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burohappold.com\/unkategorisiert\/event-recap-zukunftsfaehige-stadtquartiere-manchester-berlin-wien\/"},"modified":"2026-03-26T13:34:58","modified_gmt":"2026-03-26T13:34:58","slug":"event-recap-zukunftsfaehige-stadtquartiere-manchester-berlin-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burohappold.com\/de\/news\/event-recap-zukunftsfaehige-stadtquartiere-manchester-berlin-wien\/","title":{"rendered":"Event Recap: Zukunftsf\u00e4hige Stadtquartiere \u2013 Manchester, Berlin, Wien"},"content":{"rendered":"\n
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Der zweite Lab Talk der Reihe „Futureproof \u2013 Engineering Resilient Cities“ am 20. Februar 2025 widmete sich der Erneuerung von Stadtquartieren und Strategien f\u00fcr klimaresiliente Viertel.<\/h3>\n\n\n\n
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Im Fokus standen L\u00f6sungen zur Umnutzung bestehender Fl\u00e4chen, zum Beispiel ehemaliger Industriegebiete. Drei zentrale Fragen pr\u00e4gten die Diskussion: Wie lassen sich Bestandsquartiere flexibel gestalten und kontinuierlich erneuern? Wie integrieren wir neue Nutzungen in bestehende Quartiere? Und welche politischen Ma\u00dfnahmen f\u00f6rdern anpassungsf\u00e4hige Quartiere? <\/p>\n\n\n\n

Um diese Fragen zu beantworten haben wir mit unseren Speakern, Maria Vassilakou, Oliver Schulz und Dr. Karim Rochdi nach Wien, Manchester und Berlin geblickt und M\u00f6glichmacher identifiziert. Zu den Peers z\u00e4hlten Lars Loebner, Elena Wiezorek und Gudrun Sack. Felicitas Leithner<\/a> und Thomas Kraubitz<\/a> von 海角视频 f\u00fchrten durch den Abend. <\/p>\n\n\n\n

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\"FUTUREPROOF
Das Podium bei Futureproof M – City & Neighbourhood. Von links: Thomas Kraubitz, Oliver Schulze, Karim Rochdi, Maria Vassilakou und Felicitas Leithner. Bild: Erik-Jan Ouwerkerk. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n
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Urban Game Changers<\/h4>\n\n\n\n
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St\u00e4dte und Quartiere stehen vor zahlreichen Herausforderungen: Eine alternde Bev\u00f6lkerung, junge Familien, die Wohnungskrise mit steigenden Mieten und knappen Fl\u00e4chen, Migration \u2013 ob arbeitsbedingt, durch Konflikte oder Katastrophen sowie die Klimakrise mit der damit einhergehenden Notwendigkeit zur Pr\u00e4vention und resilienten Anpassung. Auch soziale und kulturelle Ver\u00e4nderungen pr\u00e4gen die Stadt: Mehr Einpersonenhaushalte, die Wiederentdeckung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume, globaler Tourismus mit Problemen wie \u00dcbertourismus, Demokratische Prozesse verlangen mehr Zusammenarbeit und Pluralit\u00e4t. All dies beeinflusst die Stadtentwicklung. <\/p>\n\n\n\n

Verj\u00fcngung bedeutet die Modernisierung und Aufwertung bestehender Stadtquartiere, um sie an aktuelle und zuk\u00fcnftige Bed\u00fcrfnisse anzupassen. Dies umfasst sowohl bauliche Ma\u00dfnahmen als auch die Verbesserung der sozialen und \u00f6kologischen Infrastruktur. <\/p>\n\n\n\n

Der Klimawandel erfordert Anpassungen. Entsiegelte Stra\u00dfen, Schwammstadt-Prinzipien und die Begr\u00fcnung von Stra\u00dfen helfen, Starkregen und Hitze zu bew\u00e4ltigen. Nicht jede Stra\u00dfe muss f\u00fcr Autos zug\u00e4nglich sein \u2013 das schafft Platz f\u00fcr Gr\u00fcn. Das Climate Loop-Projekt in Manchester zeigt beispielsweise, wie Natur und \u00f6ffentliche R\u00e4ume das Stadtleben bereichern. Es stellt das \u00f6ffentliche Leben und die Natur in den Mittelpunkt. Der Masterplan zieht sich wie eine Schleife durch Manchester und verbindet die Schl\u00fcsselorte der Stadt mit Gr\u00fcn- und Blaur\u00e4umen. In dieser Schleife haben Fu\u00dfg\u00e4nger Vorrang, Beleuchtung erleichtert die Zug\u00e4nglichkeit bei Tag und Nacht, und es gibt Raum f\u00fcr Natur. Die Verflechtung von Freifl\u00e4chen und Geb\u00e4uden, die zun\u00e4chst zu Fu\u00df und mit dem Fahrrad \u00fcber einen barrierefreien Climate Loop erreichbar sind, wird sicherstellen, dass der \u00f6ffentliche Raum neue nachhaltige Lebensstile im Stadtzentrum von Manchester unterst\u00fctzt. <\/p>\n\n\n\n

Eine kinderfreundliche Stadt ist eine Stadt f\u00fcr alle. Daher lohnt es sich, aus der Kinderperspektive zu denken, denn St\u00e4dte, die f\u00fcr Kinder funktionieren, funktionieren f\u00fcr alle. Daraus leitet sich eine andere Mobilit\u00e4t ab, die sich st\u00e4rker an nicht-motorisiertem Verkehr orientiert. Verkehrsberuhigte Zentren, verbunden durch Fu\u00dfwege, erm\u00f6glichen es den Nutzern und Nutzerinnen, durch die Stadt zu gehen und dabei in Gr\u00fcnr\u00e4umen und verkehrsberuhigten Bereichen zu bleiben. Ein bekanntes Beispiel aus Wien ist die Mariahilferstra\u00dfe, eine der bedeutendsten Einkaufsstra\u00dfen \u00d6sterreichs, die ab 2013 abschnittsweise zur Fu\u00dfg\u00e4nger- und Begegnungszone umgestaltet wurde. In Begegnungszonen wird die Interaktion zwischen den Verkehrsteilnehmern gef\u00f6rdert und alle achten aufeinander. Radfahrer d\u00fcrfen die Zone in Schrittgeschwindigkeit befahren, w\u00e4hrend Fu\u00dfg\u00e4nger den Vorrang haben. <\/p>\n\n\n\n

Zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4tskonzepte sind entscheidend, um Bestandsquartiere zu beleben. Betrachten wir Mobilit\u00e4t aus der Perspektive von Kindern, gilt es, den \u00f6ffentlichen Nahverkehr sowie das Radfahren und Zufu\u00dfgehen zu f\u00f6rdern. Daf\u00fcr verlagern sich Parkpl\u00e4tze an den Rand der Quartiere, wo Sammelgaragen entstehen. Mobility Hubs bieten den Bewohnern verschiedene Optionen f\u00fcr die letzten Meter. Diese Hubs werden zunehmend zu zentralen Anlaufpunkten, an denen Nutzer Mikromobilit\u00e4ts- und Carsharing-Angebote nutzen k\u00f6nnen. Um dennoch Parkraum zu schaffen, eignen sich Sammelgaragen oder Mobility Hubs am Quartiersrand. Die dabei entstehenden Geb\u00e4ude lassen sich flexibel gestalten und sp\u00e4ter anderweitig nutzen. <\/p>\n\n\n\n

In Zukunft werden neue Technologien wie Drohnen und Mikromobilit\u00e4t die Mobilit\u00e4tspyramide erweitern und m\u00fcssen von Planenden mitgedacht werden, um die Zukunftsf\u00e4higkeit zu sichern. <\/p>\n\n\n\n

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Umnutzung von Industriebrachen<\/h4>\n\n\n\n
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Industriebrachen spielen bei der Umnutzung von Bestandsquartieren eine Schl\u00fcsselrolle. Oft liegen sie brach und bieten enormes Potenzial, um sie in lebendige, multifunktionale Stadtviertel zu verwandeln. Doch neben Chancen bringen sie auch viele Herausforderungen mit sich. <\/p>\n\n\n\n

H\u00e4ufig stehen Industriebrachen unter Denkmalschutz. Und: Denkm\u00e4ler wecken Emotionen. Zudem macht der Denkmalschutz die Anpassung an heutige Anforderungen (z.B. energetische Sanierung) oft zu einer Gratwanderung. Eine erfolgreiche Umnutzung verlangt politische Entscheidungen und eine durchdachte Strategie, um Bestehendes und moderne Bed\u00fcrfnisse in Einklang zu bringen. <\/p>\n\n\n\n

Hier lauern Risiken: M\u00e4ngel sind beim Kauf oft unsichtbar, kontaminierte B\u00f6den erfordern teure Sanierungen, rechtliche Unsicherheiten und komplizierte Genehmigungsverfahren verz\u00f6gern Projekte. Trotz dieser H\u00fcrden sind Industriebrachen ein wichtiger Teil der L\u00f6sung, um attraktive Stadtquartiere und neuen Wohnraum zu schaffen. Die richtigen politischen Rahmenbedingungen k\u00f6nnen die Umnutzung f\u00fcr Bauende attraktiver gestalten. <\/p>\n\n\n\n

Beispiele wie das Luxwerk in Berlin zeigen, wie ehemalige Fabriken zu lebendigen Orten werden k\u00f6nnen. Das Luxwerk, einst Glaswerk f\u00fcr OSRAM, soll zu einem Business Campus mit flexiblen Fl\u00e4chen f\u00fcr Manufaktur, Reparatur und Hightech-Labore werden. Solche Projekte verbinden Vergangenheit und Zukunft und schaffen neue soziale und kulturelle R\u00e4ume. <\/p>\n\n\n\n

Flexibilit\u00e4t und gemischte Nutzungen sind ebenfalls entscheidend. Die Stadt der Gr\u00fcnderzeit kann als Vorbild dienen, da sie viele unterschiedliche Nutzungen integriert, wie kleine Gesch\u00e4fte in den Erdgeschossen, Produktion in den Hinterh\u00f6fen und Wohnen in den Etagen. Bei der Umnutzung von Industriedenkm\u00e4lern tr\u00e4gt eine Mischung aus Wohn-, Arbeits-, Kultur- und Freizeitnutzungen zur Revitalisierung bei und vermeidet damit die Entstehung, monotoner „Pyjama St\u00e4dte\u201d \u2013 Stadtteile, die tags\u00fcber verlassen wirken, weil ihre Bewohner nur zum Schlafen zur\u00fcckkehren. Um eine Nutzungsmischung zu f\u00f6rdern, hat Wien beispielsweise verpflichtende Mindest-Erdgeschossh\u00f6hen eingef\u00fchrt, um Raum f\u00fcr Einzelhandel zu f\u00f6rdern. <\/p>\n\n\n\n

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