
IDEK München
München, Deutschland
Projektdetails
Auftraggeber
Landeshauptstadt München 
Kooperationspartner
atene KOM, yellow Z 
Zeitraum
2021 – 2022
Dienstleistungen von º£½ÇÊÓÆµ
Als Pilotprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr ist IDEK (Integriertes Digitales Entwicklungskonzept) ein innovatives städtebauliches Instrument, das eine digitale Perspektive auf bestehende städtebauliche Herausforderungen bringt.
Dieses hochmoderne Instrument soll die Frage beantworten, wie digitale Lösungen die Menschen, die in der Stadt leben und arbeiten, positiv unterstützen können. Die Landeshauptstadt München ist eine von zehn Kommunen, die zur Teilnahme ausgewählt wurden.
Das Konzept konzentriert sich auf den Münchner Osten, ein Gebiet rund um den Ostbahnhof, und umfasst die bestehenden Stadtteile Berg am Laim, Au-Haidhausen, Ramersdorf-Perlach und Obergiesing. In diesem Gebiet vollzieht sich ein großer Wandel, denn es entsteht ein neuer Stadtteil – das Werksviertel – mit einer neuen Konzerthalle und vielen neuen Arbeitsplätzen im Bereich der digitalen Dienstleistungen.
º£½ÇÊÓÆµ hat bei der Entwicklung dieses Konzepts eng mit atene KOM und Yellow Z zusammengearbeitet.
Die Herausforderung
Eine erfolgreiche digitale Transformation im Schwerpunktbereich erfordert die Beteiligung der breiten Bevölkerung. Obwohl die allgemeine Digitalisierung in vielen Bereichen des täglichen Lebens weit fortgeschritten ist, sind die digitalen Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen sehr unterschiedlich.
Damit der Wandel so inklusiv wie möglich verläuft, sind barrierefreie digitale Lösungen erforderlich, die den individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen und Nutzungsbarrieren abbauen. Gleichzeitig müssen auch weiterhin nicht-digitale Angebote verfügbar sein. Die Lösungen müssen transparent und unter frühzeitiger Einbeziehung der Nutzer entwickelt werden.
Für die IDEK München Ost hat unser Team vier Hauptkategorien für das digitale Lebensumfeld identifiziert: Prozesse und Organisation, digitale Infrastrukturen und Endgeräte, digitale Service- und Anwendungslabore sowie digitale Kompetenzen. Durch die Definition dieser vier Kategorien konnten dann die spezifischen Herausforderungen und Aufgaben der digitalen Transformation des Schwerpunktbereichs ermittelt werden.

Die Lösung
Zwei Herausforderungen standen für unser Team bei der Erarbeitung des Konzepts im Mittelpunkt.Um Digitalisierungsstrategien auf das Schwerpunktgebiet anwenden zu können, musste ein neuer, interdisziplinärer und ganzheitlicher Planungsansatz entwickelt werden. Dabei ging es um die Frage, welche räumlichen Auswirkungen die Digitalisierung tatsächlich hat und wie diese in der Stadtplanung genutzt werden können.
Zudem muss das Konzept darauf abzielen, alle Bevölkerungsgruppen in den Fokusbereich einzubeziehen, damit in Zukunft der digitalen Spaltung zwischen den Generationen entgegengewirkt werden kann und möglichst viele Menschen Zugang zu digitalen Ressourcen haben und somit von den Chancen der digitalen Transformation profitieren können.
Bei der Entwicklung war es daher wichtig, nicht nur die räumlichen und technischen, sondern auch die mit der Digitalisierung verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen zu berücksichtigen.
Das Team von º£½ÇÊÓÆµ verfolgte einen ko-kreativen Ansatz. In einem langfristig angelegten Prozess, der auf der Beteiligung der Öffentlichkeit und des Fachwissens basiert und verschiedene Interessengruppen wie den öffentlichen und privaten Sektor einbezieht, wurden eine digitale Bestandsanalyse und ein Stärken-Schwächen-Profil (SWOT-Analyse) erstellt.
Mit Hilfe von zwei digitalen Strategie-Workshops wurden eine strategische Vision und vier Strategien entwickelt. Daraus wurden dann spezifische Maßnahmen abgeleitet. Für diesen Schritt war es enorm wichtig, vom lokalen Fachwissen zu lernen.

Der Mehrwert
Unser integriertes digitales Entwicklungskonzept für den Münchener Osten ergänzt nicht nur die bestehenden Bebauungspläne für das Gebiet um eine Digitalisierungsperspektive, sondern bietet auch allgemeingültige, praxisnahe digitale Lösungen für städtebauliche Fragestellungen und gibt Empfehlungen, wo und wie digitale Werkzeuge von der Stadtverwaltung sinnvoll eingesetzt werden können.
Die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Maßnahmen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Übertragbarkeit aus – sowohl stadtweit als auch auf andere Orte in Deutschland und Europa.
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